Das Centrum für Reisemedizin (CRM) weist Namibia-Urlauber auf einen Anstieg von Malaria-Fällen im…
Das Centrum für Reisemedizin (CRM) weist Namibia-Urlauber auf einen Anstieg von Malaria-Fällen im Norden des Landes hin. Reisende sollten rechtzeitig eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen und sich gut gegen Mückenstiche schützen, heißt es in einer Mitteilung. Nordnamibia ist bei Urlaubern vor allem wegen zahlreicher touristischer Attraktionen wie der Etosha-Nationalpark sehr beliebt.
Seit November 2024 steigen laut dem CRM die Malaria-Fallzahlen in der Region. Bis Ende Februar dieses Jahres seien bereits etwa 14.370 Erkrankungen und 39 Todesfälle verzeichnet worden. „Angesichts des aktuellen Malaria-Ausbruchs sollten Urlauber ihre Reisepläne sorgfältig prüfen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen“, rät Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM in Düsseldorf.
Tipps zum Mückenschutz
Jelinek verweist auf zunehmende Resistenzen gegen Malaria-Medikamente, weshalb der Mückenschutz immer wichtiger werde. Reisende sollten lange Kleidung tragen und unbedeckte Haut mit Insektenschutzmitteln behandeln, um sich vor den dämmerungs- und nachtaktiven Anopheles-Mücken zu schützen. In Schlafräumen sollte auf Mückengitter oder Moskitonetze geachtet werden. Zudem könnten Kleidung und Moskitonetze mit Insektiziden imprägniert werden.
In Gebieten mit eingeschränkter medizinischer Versorgung könne auch die Mitnahme von Notfallmedikamenten zur Selbsttherapie ratsam sein, sagt der Experte. „Diese Medikamente sind ausschließlich für den Fall, dass unklares Fieber auftritt und kein Arzt erreichbar ist“, erklärt Jelinek. (uf)