Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr wieder zuverlässiger werden. Angestrebt wird eine…
Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr wieder zuverlässiger werden. Angestrebt wird eine Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr zwischen 65 und 70 Prozent an, wie der DB-Konzern ankündigt. Im vergangenen Jahr lag die Quote bei noch 62,5 Prozent – jeder dritte Fernzug war somit verspätet.
Die schlechte Pünktlichkeitswerte haben zu zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen geführt, wie die Bahn in ihrer Jahresbilanz für 2024 einräumt. Hauptgrund sei der schlechten Zustand der Infrastruktur. Negative Auswirkungen hätten zudem die Streiks der Lokführergewerkschaft GDL im ersten Quartal 2024 gehabt.
Laut Bahn sank der Umsatz im Fernverkehr dem Vorjahr um rund 50 Millionen Euro. Der operative Verlust stieg trotz Gegenmaßnahmen im Vergleich zu 2023 von minus 43 auf minus 96 Millionen Euro. Zugleich wurde die Fernverkehrsflotte 2024 weiter modernisiert, unter anderem mit der Auslieferung der letzten von insgesamt 137 neuen ICE-4-Zügen.
Um die Pünktlichkeit zu verbessern, will das Unternehmen unter anderem technische Störungen an Fahrzeugen reduzieren. Auch ein neues Baustellen-Management soll helfen: Künftig werden laut DB rund 80 Prozent der Instandhaltungsarbeiten in feste Zeitfenster im Fahrplan eingeplant.
„Um diese Krise zu überwinden, haben wir mit S3 ein umfassendes Programm zur Sanierung von Infrastruktur, Betrieb und Wirtschaftlichkeit gestartet“, hob DB-Chef Richard Lutz noch einmal hervor. „Die ersten Ergebnisse zeigen: Mutige, neue Ansätze und eine disziplinierte Umsetzung zahlen sich aus. Die Sanierung der Riedbahn war erfolgreich und wir konnten erstmals den weiteren Verfall der Anlagen stoppen. Damit haben wir den Turnaround eingeleitet.“ (rie)